JoomlaCamp 2018 Essen - 03.02.2017 in Essen

Anwendung EU-DSGVO ab 25. Mai 2018

    Anwendung EU-DSGVO ab 25. Mai 2018

    Hallo zusammen,

    ich habe gerade mal einen Blick riskiert, was die Anwendung der EU-Datenschutz-Grundverordnung ab 25.Mai 2018 betrifft: datenschutz-grundverordnung.eu/

    Puh..... Davon erfahre ich zum ersten Mal.

    Hat sich mit dieser Thematik schon einmal jemand intensiver beschäftigt?
    Müssen Datenschutzerklärungen neu erstellt werden (private Seiten, geschäftliche Seiten / Shops)?
    Gibt es etwas komplett Neues, was verpflichtend für eine Webseite sein wird?
    Eventuell Links zu Webseiten, auf denen die Thematik übersichtlich behandelt wird?

    Für die ersten Hinweise wäre ich dankbar! Das soll natürlich keine juristische Beratung werden.
    Gruß!
    JoomlaWunder

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „JoomlaWunder“ ()

    Hallo JoomlaWunder,

    J/Nein - Da hast Dir aber einen schwer verdaulichen Brocken ausgesucht :)

    Es ist so, dass sich eine Kollegin von JUG Wien zurzeit damit befasst. Na ja, befassen muss ... Kunden etc.
    Wir hatten darüber diskutiert. Was so ihre Recherchen ergaben/ergeben, weiß ich noch nicht. Sollte ich etwas erfahren, dann melde ich es.

    Liebe Grüße, Christine
    Hilfreich!
    Ich hab mich aus beruflicher Notwendigkeit eingehend damit beschäftigt. Kurz zusammengefasst kann ich dir sagen:
    Die DSGVO ist grundlegend zu beachten. Bist du eine Firma mit mehr als 9 Mitarbeitern die Personenbezogene Daten verarbeiten, brauchst du einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten. Bei weniger als 9 MA brauchst du keinen Datenschutzbeauftragten zu bennen - der Datenschutz (u.a. auch das Recht auf Auskunft) muss aber trotzdem statt finden. Bestimmte Personenkreise, wie z.B. Ärzte werden auch bei weniger als diesen 9 MA einen Datenschutzbeauftragten benötigen.

    Wer einen externen Datenschutzbeauftragten hat, sollte sehen das dieser auch die Haftung übernimmt. Wer keinen braucht oder diesen intern stellt muss wissen wie Risikobehaftet das ganze ist ...

    Ja, Datenschutzerklärungen müssen neu erstellt werden - bisher griff das (deutsche) BDSG, ab Mai 2018 greift die (EU-weite) DSGVO und die ist umfassender.

    Ja, es gibt was komplett neues: zb das Recht auf Auskunft zu den gespeicherten Daten und das Daten nicht mehr beliebig lange (per se) gespeichert werden dürfen.
    Und was neu ist: die Strafen, bzw. Bussgelder sind nun richtig heftig und die Kontrollbehörden sagen auch ganu klar das diese nun auch verhängt und nicht nur angedroht werden wie beim BDSG.

    Eine übersichtliche Behandlung der Thematik kenne ich leider nicht - ist eigentlich auch nicht möglich, da das Thema so komplex und in der Gesetzgebung teilweise so schwammig definiert ist, das man es einfach nicht übersichtlich, bzw. einfach formulieren kann.
    Ich bin kein Anwalt und kann dir keine Fragen beantworten, aber den Tipp geben, den ein oder anderen Anwaltsblog/-Feed/-Newsletter zu abonnieren. Ich habe vier davon abonniert, um jederzeit auf dem laufenden zu bleiben, was sich in der IT-Rechtsprechung ändert, um sofort reagieren zu können. Auch jetzt gibt es für bestimmte Bereiche schon saftige Bußgelder, die bis zu 50.000,- € reichen (kein Schreibfehler).
    Als Webmaster solltest du da auf dem laufenen bleiben und ich denke, dass im Vorfeld nächsten Jahres da ausgehend drüber berichtet werden wird.


    Axel
    Tutorials zu Joomla! und MS-Office: time4joomla
    Webentwicklung, (Online-) Schulung und mehr: time4mambo
    Deutschsprachige Seblod-Community

    JoomlaWunder schrieb:

    Danke dir für die Ausführungen!

    nachtmensch schrieb:


    Ja, Datenschutzerklärungen müssen neu erstellt werden - bisher griff das (deutsche) BDSG, ab Mai 2018 greift die (EU-weite) DSGVO und die ist umfassender.


    Bedeutet das, dass das BDSG durch die DSGVO ersetzt wird und somit seine Gültigkeit verlieren wird? Oder bleibt dieses zumindest in Teilen bestehen?


    Teile des BDSG finden in der DSGVO Verwendung - auch die bestehende Verfahrensweise kann i.d.R. als gute Basis genutzt werden, muss aber unter neuem Namen erweitert werden.

    Und die Bussgelder können auch ü 50k Euro reichen ...

    Was auch ein Problem ist, das vieles nicht definiert ist, es wird also Abmahnungen geben aus denen, bzw den Urteilen dazu man erst lernt, bzw weiss wo es lang geht - leider

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