Joomla in der Öffentlichkeit

  • Hallo Roesi,

    ich stimme da Andreas zu, Wordpress ist weiter verbreitet. Aber das weitaus Interessantere steckt ja schon ein bisschen in deiner eigenen Beobachtung.

    Zitat

    Das wird in meinen Augen nicht Kommerziell gemacht.

    Ein weiterer Grund ist schlicht, dass es momentan kaum jemand tut. Die offiziellen Informationen sind verfügbar, daher sollte niemandem etwas im Wege stehen, diese auf den Kanälen zu verbreiten, auf denen wir unterwegs sind.
    Ich glaube, jeder von uns, der von Joomla! als CMS überzeugt ist, könnte zu einer höheren Bekanntheit beitragen und langfristig dadurch auch mehr Adaption fördern.

    Es ist übrigens auch ein großartiger Weg, das Projekt grundsätzlich zu unterstützen, zusätzlich zu den unzähligen offiziellen Möglichkeiten.

  • Ergänzend zu Martina-LadySolveig : Joomla ist ein Community-Projekt. Also kann jeder helfen. Das kleine Problem: In der Joomla-Community gibt zu (viel zu) wenige Freiwillige für (viel zu) viel Arbeit. Wenn sich jeder mit den Fähigkeiten, die er anbieten kann, ein wenig einbringen würde, würde die viele Arbeit auf viel mehr Schultern verteilt und wäre für jeden einzelnen dann leicht zu stemmen.

    Und wer kein Entwickler ist, versteht vielleicht etwas von Marketing, Projektmanagement oder Finanzen. Oder er könnte beim Erstellen von Dokumentation helfen. Oder andere Benutzer im Forum beraten. Oder bei einer der vielen Joomla-Websites mitarbeiten.

    Roesi Wie wäre es denn mit Dir?

    Freundliche Grüße aus Wächtersbach, Rolf Dautrich

  • Rolf Dautrich grundsätzlich bin ich da absolut bei dir. Ich sehe allerdings auch genau bei dem was Roesi anspricht wahnsinnig großes Potential. Sicherlich könnte man das auch im Rahmen des Community-Projekts unterbringen.
    Muss man aber gerade was die Steigerung der öffentliche Wahrnehmung angeht gar nicht unbedingt.

    Hier greift für mich so ein wenig der "Mein Nachbar hat mir das empfohlen" Effekt.
    Wenn überzeugte Nutzer, über ihr Lieblings-CMS irgendwo etwas schreiben, ist das ein absoluter Gewinn für uns alle.

  • Die erste Frage wäre dann aber auch: Warum sollte man aktuell Joomla empfehlen? Und für wen ist gerade Joomla die beste Option, wenn er neu anfängt? Ich benutze ja auch Joomla, aber ehrlich gesagt, weil ich es gefühlt auch schon über 20 Jahre kenne und immer mal wieder verwendet habe.

    Bei Joomla werden häufiger mal Erweiterungen eingestellt oder nicht weiter entwickelt. Manches wirkt etwas aus der Zeit gefallen, und die Aufbruchstimmung ist lange vorbei.

    Wenn ich jetzt neutral jemanden etwas empfehlen müsste, es wäre bei den meisten wahrscheinlich nicht mehr Joomla. Anfänger entweder Wordpress oder einen KI-Builder. Mit Ambitionen Astro, anstelle Joomla.

    Ich glaube, das ist das eigentliche Problem.

  • ...Warum sollte man aktuell Joomla empfehlen? ...

    Mein Roboter sagt dazu:

    Spoiler anzeigen

    Joomla ist heute ein Nischen-CMS – das ist der ehrliche Ausgangspunkt. Es liegt bei rund 2,2 % Marktanteil unter den CMS, nach einem Höchststand von knapp 10 % zwischen 2010 und 2014. Trotzdem gibt es Konstellationen, in denen es die sachlich beste Wahl ist. Die Argumente, die Befürworter anführen: DiviFlashBlogmojo

    Viel Funktionalität im Kern statt im Plugin-Stack. Mehrsprachigkeit, ein granulares Rechte- und Benutzergruppensystem (ACL), Redaktions-Workflows und Custom Fields sind nativ dabei. Bei WordPress braucht man dafür WPML/Polylang, ein Rollen-Plugin, ein Workflow-Plugin – jedes mit eigener Update- und Lizenzkette. Weniger Fremdcode heißt auch kleinere Angriffsfläche; der Großteil der WordPress-Sicherheitsvorfälle stammt aus Plugins, nicht aus dem Kern.

    Planbarer Lebenszyklus. Seit Joomla 4 gilt ein festes Schema: Major-Versionen alle zwei Jahre, Minor-Versionen alle sechs Monate in festen Fenstern (April und Oktober), drei Jahre Support pro Major-Version. Seit dem Sprung von 4 auf 5 sind Major-Upgrades dank Backward-Compatibility-Plugin Routine-Updates statt Neuaufbau. Aktuell sind Joomla 6.1.2 und 5.4.7 die gepflegten Stände. Für Kunden, die einen Wartungsvertrag über fünf Jahre kalkulieren wollen, ist das ein echtes Verkaufsargument. Seo-managerJoomla

    Governance ohne Firmeninteresse. Joomla wird von der Non-Profit Open Source Matters getragen, nicht von einem Unternehmen mit kommerziellem Hosting-Arm. Wer die Automattic-Konflikte der letzten Jahre beobachtet hat, gewichtet das inzwischen anders als früher.

    Barrierefreiheit und Datenschutz. Joomla treibt WCAG-Konformität im Kern und in den Standard-Templates aktiv voran – relevant seit dem European Accessibility Act. Joomla 6.1 brachte zudem ein Proof-of-Work-CAPTCHA, das datenschutzfreundlich und ohne externe Konten oder APIs funktioniert – also ohne Google reCAPTCHA, was DSGVO-Prüfungen im DACH-Raum spürbar vereinfacht. Joomlaforever

    Wo es konkret passt: Vereine, Verbände, Bildungseinrichtungen, mehrsprachige Gemeinde- oder Kantonswebsites, Portale mit differenzierten Redaktionsrollen. Also Projekte mit Struktur- statt Design-Schwerpunkt.

    Was dagegen spricht – und Sie sollten es mitkommunizieren: Das Ökosystem ist klein (rund 5.100 Erweiterungen im offiziellen Verzeichnis) und der Markt für Entwickler und Agenturen dünn, was bei Nachfolge oder Notfällen zum Problem wird. Der Trend zeigt weiter nach unten: Open-Source-CMS verlieren generell Boden an gehostete Baukästen wie Wix und Squarespace. Für einen klassischen Blog, einen Shop oder eine schnelle Marketing-Site ist WordPress oder eine SaaS-Lösung meist der pragmatischere Weg; im Enterprise- und Behördenumfeld ist Drupal besser aufgestellt. DiviFlashColorlib

    Kurz: Joomla empfiehlt man heute nicht als Standard, sondern gezielt – wenn Mehrsprachigkeit, Rechtemanagement und Update-Planbarkeit die Anforderungen dominieren.

    Ich bin lieber bei den Joomlianer als bei den Wixxer. Aber jeder so wie er möchte.

  • Stichwort ev. "Werbung"?

    Hab mal interessehalber in G eingegeben: Webseite erstellen.

    Da gibt es vieles - sehr vieles. Seitenlang, ala "In wenigen Minuten .... ganz einfach & leicht" usw.
    Hab dort noch nicht alle Seiten gesehen 💁

    Die meisten Ergebnisse zeigen Hinweise auf Wordpress. Auf vielen Startseiten usw.
    Sogar Strato, Ionos, auch mein Hoster (W4Y) wohl auch andere, werben für Wordpress bzw. Baukästen.

    Liebe, nachdenkliche Grüße
    Christine

  • Ein völlig anderer Blickwinkel - das Joomla CMS ist genau das was die Community draus macht.

    Die Ursprungsfrage war, warum findet man in der öffentlichen Wahrnehmung außerhalb wenig über Joomla.
    Das liegt daran weil zu wenige die es nutzen darüber sprechen/schreiben.

    Umso weniger darüber sprechen/schreiben umso weniger wird es genutzt und früher oder später gibt es halt auch umso weniger die Aktiv noch weiter daran arbeiten.

    Wer also Joomla gerne nutzt und das auch zukünftig weiterhin tun möchte, sollte auch drüber sprechen :)

  • Wer also Joomla gerne nutzt und das auch zukünftig weiterhin tun möchte, sollte auch drüber sprechen

    Ich sage immer: "Joomal ist das deutlich bessere System, aber Wordpress ist deutlich weiter verbreitet."
    Damit muss jeder dann seine eigene Entscheidung treffen.

    Das Ganze erinnert mich an das Rennen zwischen den Video-Cassetten-Systemen in den 1980er Jahren.
    Gewonnen hat das VHS-System, mit der Marktmacht von Sony dahinter, obwohl es bei Weitem nicht das Beste war.

  • Apple und Mac OS waren auch ein Nischenprodukt.
    Der Markt war dominiert von Windows. Also Masse statt Klasse.
    Ich kenne beide Welten, weiß wovon ich schreibe.

    Selbstverständlich hinkt der Vergleich, aber ein wenig erinnert mich das an Joomla versus Wordpress.
    Ob Joomla im übertragenen Sinne jemals einen Stellenwert haben wird wie Apple heute ?
    Schwer vorstellbar weil das Kapital dahinter fehlt, aber Potenzial für eine höhere Marktdurchdringung hat Joomla auf jeden Fall.
    Die herausragende Qualität steht für mich außer Frage.

    Gruß, cms_5