SayAdmin und Joomla hört auf dein Wort (oder per Chat)

  • Aktuell versteht SayAdmin 372 definierte Aktionen/Befehle im internen Action-Katalog.

    Wichtig ist die Unterscheidung: Das sind 372 technische Aktionen, nicht nur 372 fest formulierte Sätze. Du kannst dieselbe Aktion in vielen unterschiedlichen natürlichen Formulierungen auslösen. Dadurch ist die Zahl der tatsächlich verstandenen Benutzeranweisungen wesentlich größer.

    Beispiel: Die Aktion articles.update kann durch sehr unterschiedliche Befehle ausgelöst werden, etwa „Ändere den Titel des Beitrags“, „Passe den Text im Artikel an“ oder „Ersetze im Beitrag X den Einleitungstext“.

    Mit SayAdmin 1.1.4 stehen damit aktuell 372/372 geprüfte Action-Verträge zur Verfügung. Darunter fallen unter anderem Beiträge, Kategorien, Module, Benutzer, Benutzergruppen, Zugriffsebenen, Menüs, Plugins, Erweiterungen, Cache, Updates, Scheduler, Konfiguration, Medien sowie Diagnose- und Sicherheitsfunktionen.

    SayAdmin 01
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    Lieber selber testen? Kein Ploblem - say it!

  • Hi -OJ- ,

    schaut interessant aus. Wo kann man es testen?

    Was ist der Unterschied zu einem MCP Connector?

    Ich habe mich mit dem Thema ebenfalls intensiv beschäftigt. Mein Fazit: Bei API-Tokens für solche Tools stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht - die anfallenden Kosten sind bei regelmäßiger Nutzung um ein Vielfaches höher. Mit einem ChatGPT- oder Claude-Abo (ab ca. 20 €/Monat) bekommt man deutlich mehr fürs Geld.

    Spracherkennung lässt sich zudem direkt über das Betriebssystem lösen, mobil wie am Desktop. Bei SayAdmin fallen dafür - wenn ich das richtig sehe - zusätzlich API-Kosten an?

    Gruß

    Pascal

  • Hallo kitepascal ,

    Der Einwand zu den API-Kosten ist grundsätzlich berechtigt. Ein ChatGPT- oder Claude-Abo deckt die API-Nutzung von SayAdmin nicht automatisch ab, und auch Spracheingabe bzw. Sprachausgabe können zusätzliche Kosten verursachen. Man sollte aber auch betrachten, wofür SayAdmin gedacht ist. Ich nutze es nicht primär, um komplette Artikel per KI schreiben zu lassen. Der eigentliche Nutzen liegt für mich bei den vielen kleinen Änderungen, die im Alltag ständig anfallen.

    Ein konkretes Beispiel: Ein Kunde rief mich an und bat darum, kurzfristig auf seiner Website darauf hinzuweisen, dass an einem bestimmten Tag eine neue Telefonanlage installiert wird und die Kanzlei deshalb nicht erreichbar ist. Der Anruf erreichte mich an einer Tankstelle. Die Änderung auf der Website habe ich anschließend auf dem Weg von der Zapfsäule zur Kasse mit dem Smartphone erledigt.

    Genau solche Situationen waren einer der Gründe für SayAdmin. Ich verwalte aktuell 47 Websites. Stand jetzt habe ich im August insgesamt rund 31,8 Millionen Tokens bei etwa 1.574 Requests verbraucht. Die Kosten dafür: 2,23 $ - auf SayAdmin bezogen. Auf die letzten 5 Monate die ich das System nutze und weiter ausbaue bin ich im Monat noch nicht über 7,00 $ gekommen. Wenn ich diese 2,23 $ der eingesparten Zeit gegenüberstelle, ist das für mich ein ausgesprochen gutes Verhältnis.

    Natürlich kann man mit teureren Modellen, sehr langen Texten oder intensiver automatischer Sprachausgabe deutlich höhere Kosten erzeugen. Das ist aber nicht mein typischer Anwendungsfall.

    Beim Thema Sprache stimme ich ebenfalls zu: Da gibt es Optimierungspotenzial. Für einfache Spracheingaben kann man stärker die vorhandene Diktierfunktion von Android, iOS, Windows oder macOS nutzen und die kostenpflichtige KI-Transkription nur dort einsetzen, wo sie tatsächlich einen Mehrwert bietet.

    Auch MCP finde ich interessant. Ich sehe das aber weniger als Alternative zu SayAdmin, sondern eher als weiteren Zugang zur gleichen Engine.

    SayAdmin übernimmt inzwischen vor allem die Joomla-seitige Sicherheits- und Administrationslogik: 372 definierte Aktionen, Joomla-ACL, unterschiedliche Risikostufen, Bestätigung kritischer Änderungen, Audit und Undo. Ob davor die eigene SayAdmin-WebApp, Claude, ChatGPT oder später ein anderer MCP-Client sitzt, ist letztlich eine Frage des Zugangs. Und genau da möchte ich langfristig hin.

    Heute kann ich bereits mit SayAdmin sprechen oder chatten. Der nächste interessante Schritt wäre, auch den Kunden direkter einzubinden.

    Zum Beispiel: Der Kunde sagt per Sprache über den Chat oder einer Sprach KI mit eigener Telefonnummer:
    „Bitte schreibt auf die Startseite, dass wir am dd.mm.YYYY wegen der neuen Telefonanlage nicht erreichbar sind.“

    Oder er schreibt es in einen Chat. Oder ganz klassisch per E-Mail an SayAdmin.

    SayAdmin könnte daraus die konkrete Joomla-Änderung ableiten und anhand der Berechtigungen entscheiden, ob der Kunde sie selbst ausführen darf oder ob zunächst meine Freigabe erforderlich ist.

    Dann wäre der Ablauf irgendwann: Kunde > Sprache, Chat oder E-Mail > SayAdmin > Berechtigungsprüfung > Änderung oder Freigabe > Joomla

    Das finde ich persönlich deutlich interessanter als die Frage, ob eine einzelne API-Anfrage ein paar Bruchteile eines Cents kostet. Wenn mir 2,23 $ (und wenn es 10 $) im Monat dabei helfen, 47 Websites unterwegs schneller zu betreuen und mir deutlich Zeit und Arbeit sparen, ist das für mich sehr gut investiertes Geld.

    MCP würde ich trotzdem gerne zusätzlich anbieten. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er SayAdmin mit eigener API, über Claude/ChatGPT oder über einen anderen MCP-fähigen Client verwenden möchte.

    Übrigens habe ich noch eine kleine Ergänzung eingebaut: Neben den zugewiesenen Tokens wird jetzt auch der tatsächliche Verbrauch angezeigt. So sieht man direkt, wie viel man wirklich genutzt hat.

    Apropos sehen – PN.

  • Ist Sayadmin eine kostenlose Erweiterung oder ein kommerzielles Angebot?

    Gute Frage! Darüber habe ich mir bisher tatsächlich noch keine konkreten Gedanken gemacht – also ob das Ganze später kostenlos oder kommerziell veröffentlicht werden soll. Da ich es allerdings bereits auf Kundenseiten einsetze, könnte man durchaus sagen, dass es zumindest einen kommerziellen Hintergrund hat. Was eine Veröffentlichung für die Community angeht, bin ich allerdings wieder bei: Gute Frage!

  • Moin, spannend,

    ich selber nutze als Alternative zu ChatGPT Plus und damit Codex die IONOS AI Model Hub als API in VSCode. Für leichte Aufgaben ist diese API Einbindung sehr einfach, kostengünstig und gut, vor allem weil DSGVO konform und wie gesagt deutlich günstiger als für 1500 Euro eine Grafikkarte zu kaufen um LLM dann lokal zu hosten. Für Paperless geht das zum Beispiel hervorragend, Immich habe ich noch nicht probiert. Ich denke auch der Token verbrauch ist vermutlich bei deiner Anwendung jetzt nicht so riesig, oder?

    Naja, zur Frage, läßt sich jede API einbinden oder bist du auf bestimmte Sprachmodelle festgelegt?

    WBR from de-DE

    Wenn ich eins gelernt habe: Keep it simple and you keep it long! :)

  • deltapapa ,

    Einbinden lässt sich grundsätzlich alles – und genau das wurde auch in anderen Projekten bereits erfolgreich umgesetzt.

    Ich selbst nutze OpenAI seit Anfang 2023 und bin einfach kein großer Freund dieses ständigen „Hoppings“ von einem Anbieter zum nächsten. Heute heißt es: „Claude ist viel besser“, morgen ist es wieder ein anderes System. Nein, pauschal ist es eben nicht besser. Jedes System hat seine Stärken und Schwächen – entscheidend ist für mich, womit ich zuverlässig arbeiten und langfristig etwas aufbauen kann.

    Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich Joomla schon seit Mambo-Zeiten treu geblieben bin. Neben Joomla kommen für mich höchstens noch Laravel und Symfony infrage. Und gerade in Kombination mit Joomla lassen sich damit einige wirklich nette Sachen umsetzen. ;)

    Wobei ich aktuell tatsächlich auch ein wenig mit Mistral herumspiele. Nicht unbedingt, weil ich schon wieder den nächsten „heiligen Gral“ suche, sondern vor allem aus zwei Gründen: Datenschutz und undiplomatisch gesagt: Ein bisschen mehr Europa und ein bisschen weniger „Trumpenstein-Land“ darf es für meinen Geschmack durchaus sein.