Sehr enttäuscht von J4

  • Ich habe keine Fragen, sondern diverse Fehler und fehlende Futures. Vielleicht kann zero damit was anfangen oder sonst wer dahin weiterleiten, wo jemand sitzt, der ernsthaft daran interessiert ist...


    Keine meine Webseiten lassen sich auf J4 updaten. Überall wird mitgeteilt, dass es "keinen Downloadserver" gäbe. Downgeloadete Updatepakete lassen sich nicht installieren.

    Da ich natürlich davon ausging, der Fehler liegt bei mir, habe ich meinen Hoster gebeten, mal die ganzen Voraussetzungen abzuprüfen. Der hat es auch nicht geschafft. Aber er war so nett und hat mir ein J4 auf eine Subdomain von mir aufgespielt.


    Joomla täte es gut, wenn sie einen Frontend-Programmierer einstellen, der wirklich darauf achtet, dass die Usability und Übersicht bestehen bleibt. Das war schließlich mal ein Aushängeschild von Joomla. Lang ist's her...


    Da wird sogar der große Bereich der Templates in den Sammelordner "System" gelegt. Da landet alles, wozu die Joomla-Entwickler zu faul waren, ein eigenes Menü anzulegen. Sorry für diese Worte, aber links ist noch so viel Platz und dann wird alles in das System-Menü reingeballert. Und dort ist wirklich nichts mehr übersichtlich!


    Was mich ganz besonders nervt, ist, dass es keinen Zurückbutton gibt. Da wird etwas links im Menü ausgewählt und dann - ja, von wo bin ich denn eigentlich gekommen? Wo war denn diese Auswahl/Menüpunkt nochmal? - Und wenn einem das Gedächtnis im Stich lässt, klickt man links wieder alles durch, bis man dann den Ausgangspunkt wiedergefunden hat.


    Schick finde ich die Rechteübersicht beim Benutzer. Eigentlich. Uneigentlich ist es eine Übersicht mit vielen Dingen, wo man nur wenig mit anfangen und vor allem auch nichts machen kann. Dabei ließe sich hier eine wirklich differenzierte Rechteverwaltung einstellen.

    An dieser Stelle haben die nicht vorhandenen Frontend-Programmierer übrigens zur Gänze versagt! Egal, ob das Menü eingeklappt ist oder nicht, muss ich auf meinem Monitor den Browser horizontal scrollen (1920px in der Breite und Taskleiste links ausgerichtet). Und wenn ich dann nach gaaaaaaaanz unten scrolle, dann muss ich das Fenster selber noch einmal scrollen und erhalte so dann ganze 5 Spalten mehr. Nun muss ich aber wieder hochscrollen - ein "nach oben Button" wurde von den nicht vorhandenen Frontend-Programmierern natürlich auf wirklich jeder Seite "vergessen", weil ich ja nicht weiß, was da eigentlich genau angezeigt wird. Spannend ist dann auch die Spalte "LFT". "Laufende Torheit"? Man kann danach sogar filtern, aber eine Erklärung, was das ist, gibt es nicht.

    Später wollte ich da noch einmal hin. Das nun war ein schwerer Gedanke. Das hatte ich doch bestimmt im System aufgerufen.... Offenbar nicht.... Also unter Benutzer.... Da auch nicht.... Komponenten? Nein.... Irgendwann habe ich den kleinen unscheinbaren Button beim Benutzer dann doch wieder gefunden...


    Aber Jungs, Übersicht ist was anderes!


    Meine allergrößte Hoffnung - und dafür hätte ich wirklich alles verziehen! - wäre die Multi-Kategorienfähigkeit. Aber leider hat man das nach 16 Jahren immer noch nicht geschafft umzusetzen... Also weiterhin doppelte Beiträge auf der Website oder Eiertänze bei der Verlinkung.... X(


    Nun gut, ich habe gelesen, dass die Barrierefreiheit offenbar wirklich ernsthaft umgesetzt wurde und dass das ganze System sicherer gemacht wurde. Bootrap 5 ist auch integriert. Das ist natürlich wirklich stark. Besonders das mit der Barrierearmut! Und Sicherheit kann nicht wirklich schaden. Bootstrap ist natürlich komplizierter. Denn irgendwann wird es mal ein Bootstrap 6 geben...


    Aber muss man dafür eine ganz neue Version nehmen mit den ganzen Erweiterungen, die nicht mehr laufen. Und offenbar ist die Migration doch nicht so einfach, wie einige im Vorfeld behauptet haben. Am Ende ist es eben doch wieder Joomla! Groß getönt und schlecht umgesetzt.


    Schade das...



    Axel

  • Überall wird mitgeteilt, dass es "keinen Downloadserver" gäbe.

    Das kann ich für keine Seite bestätigen, wenn du über die Migration von 3.10 auf 4 redest. Die läuft grundlegend überall; auf allen Seiten wo ich bisher getestet habe. Wie weit man damit kommt, ist eine andere Sache. War aber doch eh klar. War doch von 1.5 auf 2 bzw. 2.5 auf 3 nicht anders.


    Und Neuinstallationen liefen bei mir auch überall anstandslos soweit halt die Mindestbedingungen gewährleitet sind.


    Und bezüglich Navigation. Für Opas wie mich erst mal hilfreich: J4-Backend. Empfehlung für Nostalgiker. "Phoca Top Menu Module"


    Was mich ganz besonders nervt, ist, dass es keinen Zurückbutton gibt.

    Den hat ja jeder Browser.


    Zusätzlich kann man mit gehaltenem STRG jetzt tatsächlcih einen neuen Tab aus dem Sidebar-Menü heraus öffnen. Was bei J3 nicht immer verlässlich funktionierte.


    Weiters für mich hilfreich, wenn halt das Sidebar gar nicht da ist: https://github.com/GHSVS-de/mo…nistratorlinkghsvs#readme


    Und das Sidebar-Menü kannst auch selbst gestalten. Schau mal zu Beginn in das Administrator-Sidebar-Menü-Modul. Da kann man auch Presets nach Wunsch wählen. Machst dir ein eigenes Sidebar-Menü-Modul und deaktivierst dann das von Joomla selbst.


    Rest ist natürlich in Teilen richtig. Aber wie gesagt. Ist wie mit 1.5 auf 2.5 bzw. 2.5 auf 3: Keiner sollte jetzt schon updaten, der Dritterweiterungen benötigt. Ist ja noch Zeit.


    Uuuund: Kann mich täuschen: Wo waren deine Inputs auf GitHub???? Jetzt haben sich halt teils "Idioten" durchgesetzt ;-)

  • Meine Neuinstallationen und updates haben alle auf Anhieb geklappt.

    Neue Systeme sind immer ein Umgewöhnungsprozess.
    Und die neue Version hat viele "hidden secrets" wie Brian Teeman das nennt, die erst mal entdeckt werden wollen.
    Die Quickicons auf dem Dashboard zum Beispiel könnten dir auch einen Button für den direkten Zugang zum Template erzeugen, wenn dir das wichtig ist.


    Nimm dir halt Zeit, das ganze zu erforschen und zu entdecken.

    Einen Zurück-Button gab es auf J3 auch nicht .. oder habe ich den nie bemerkt? Und die Rechteübersicht beim Benutzer kommt unverändert aus J3. Aber auch ich habe in J3 nicht alle Funktionen gekannt .. überall "hidden secrets"

  • Einen Zurück-Button gab es auf J3 auch nicht ..

    Das stimmt. Aber dort war die Menüführung auch eine andere.



    In J3 gabs ja auch die ein oder andere Möglichkeit sich die Menüführung oder die Startseite ein wenig umzugestalten. Auch gab es Erweiterungen, die sowas ermöglicht haben. Jedoch benutze ich Joomla stets und immer so, wie Kunden/Schulungsteilnehmer Joomla vorfinden. Denn denen muss ich das erklären, wie das funktioniert. Und da hilft es mir nicht, mit einem eigen zusammengebasteltes Menü in meinen Projekten zu arbeiten.


    Uuuund: Kann mich täuschen: Wo waren deine Inputs auf GitHub????


    Ich kann doch kein Englisch - was soll ich da also?

    Auch hat Joomla längs schon nicht mehr die Priorität bei mir, die es mal hatte. Alphas und Betas teste ich so gut wie nie (grundsätzlich nicht. Nicht nur bei Joomla nicht). Einfach auch, weil ich mir denke, das wird schon irgendwie sinnvoll gebaut und das sind doch keine Döspaddels. Ich komme einfach nicht auf die Idee, dass jemand sowas halb- und unfertiges rausgibt. Verstehe ich immer nicht, wie man eine STABLE rausgibt, die Macken ohne Ende hat.


    Naja: Joomla halt. Du hast Recht: Das war bei 1.5 auf 2.5 nicht anders. Aber irgendwer (ich nenne jetzt bewusst keine Namen) hat vor wenigen Monaten mal gesagt, dass er sich überhaupt keine Sorgen macht, dass Joomla das sauber hinbekommt mit der Migration.


    Um mal Hermann van Veen zu zitieren: "Ein schöner Traum, doch mehr war es nicht!"


    Und "hidden secrets" entdecken, nutzen einem Kunden nichts. Und dem Dozenten nutzt es nichts, auf solche "Eastereggs" hinzuweisen.


    So erobert man nichts auf dem WordPress-dominierten Markt zurück!



    Axel

  • Vielleicht kann zero damit was anfangen oder sonst wer dahin weiterleiten, wo jemand sitzt, der ernsthaft daran interessiert ist...

    Meinst du mich? :D


    Keine meine Webseiten lassen sich auf J4 updaten. Überall wird mitgeteilt, dass es "keinen Downloadserver" gäbe. Downgeloadete Updatepakete lassen sich nicht installieren.

    Prüf nochmal bitte genau die MySQL (5.6+) + PHP (7.2.5+) Versionen, sowie die Nachinstallationshinweise welche seit einigen Versionen in 3.9 schon die Info geben wenn man ein nicht kompatibles Hosting Setup hat.

    Da wird sogar der große Bereich der Templates in den Sammelordner "System" gelegt. Da landet alles, wozu die Joomla-Entwickler zu faul waren, ein eigenes Menü anzulegen. Sorry für diese Worte, aber links ist noch so viel Platz und dann wird alles in das System-Menü reingeballert. Und dort ist wirklich nichts mehr übersichtlich!

    Der Grund ist mWn da man in die Templates ja nach dem ersten Setup nicht mehr rein muss. Aber du kannst dir auch weiterhin dein eigenes Backen Menü anlegen.

    Meine allergrößte Hoffnung - und dafür hätte ich wirklich alles verziehen! - wäre die Multi-Kategorienfähigkeit. Aber leider hat man das nach 16 Jahren immer noch nicht geschafft umzusetzen... Also weiterhin doppelte Beiträge auf der Website oder Eiertänze bei der Verlinkung.... X(

    Gibt es seit längerem nennt sich Tags :D Aber ja ist nicht 100% Multi-Kategorienfähigkeit aber damit sollte sich schon fast alles umsetzen lassen, und eine Multi-Kategorienfähigkeit wurde nie für Joomla 4 angekündigt hab, auch bis jetzt noch keinen gehört der nach Tags wieder danach gefragt hat. :)

    Aber muss man dafür eine ganz neue Version nehmen mit den ganzen Erweiterungen, die nicht mehr laufen. Und offenbar ist die Migration doch nicht so einfach, wie einige im Vorfeld behauptet haben. Am Ende ist es eben doch wieder Joomla! Groß getönt und schlecht umgesetzt.

    Das Erweiterungen und Templates angepasst werden müssen war von Anfang an klar, Der Upgrade Prozess ist deutlich besser und mit dem Pre Upgrade Check siehst man jetzt auch vor dem Upgrade welche Erweiterungen Probleme machen können und welche laufen. Aber bei konkreten Vorschlägen bin ich gerne dabei den Prozess noch zu verbessern. Ist ja mein Job mit Joomla 3.10 :)


    Ich kann doch kein Englisch - was soll ich da also?

    Hier im Forum gabs schon länger einen Foren Bereich "Pre Releases" und den Bereich "Joomla Bugs" wo das alles auf deutsch gemacht hätte werde können.

    So erobert man nichts auf dem WordPress-dominierten Markt zurück!

    Ich glaube nicht das es ernsthaft der Plan ist, WP abzulösen. Jedes System hat seine Zwecke wofür es genutzt werden sollte und mit Joomla 4 haben wir mMn da einen guten Schritt gemacht aber das ist natürlich nur meine Meinung.

  • Ich kann doch kein Englisch - was soll ich da also?

    Deepl.com ist ein extrem guter Übersetzer, wenn man seine Sätze nicht zu sehr deutsch verschachtelt, und dieses Forum hat mittlerweile auch so eine Ecke, wo man Bugs/Entdeckungen etc. posten kann und andere machen dann das englische etc.

    (ich nenne jetzt bewusst keine Namen)

    Falls ich das war, darfst du gerne. Ich habe mich mittlerweile, aber schon lange vor dem Stable-Release, bei Teilen meiner Kundschaft entschuldigt, wegen meiner "zahlreichen Fehlinformationen und blauäugigen Versprechungen" ;-)

    Verstehe ich immer nicht, wie man eine STABLE rausgibt, die Macken ohne Ende hat.

    Das verstehe ich auch nicht, AAAABER, andere Erweiterungsprogrammierer waren schlauer als ich. Sie haben einfach jetzt erst angefangen, Ihre Erweiterungen bzgl. Joomla 4 mal anzusehen/anzupassen. Es wäre also so weiter gegangen, dass bestimmte schainbare Kleinscheißänderung in Joomla-Core "schon wieder" (mehr oder weniger hysterisch ausgerufen) Umbau der Erweiterungen nötig macht. Jetzt hat man halt einen Stand der Basis, der nicht mehr von Professor X "optimiert", "modernisiert" ... werden darf, sozusagen.

    Und "hidden secrets" entdecken, nutzen einem Kunden nichts.

    Diese Begrifflichkeit sehe ich großteils als eine von puren "Romantikern" und selbstverliebten "Professoren" bzw. eine der Marketing-Abteilung ;-)

    Einige der "hidden secrets" führen auch dazu, dass man nach anfänglicher Freude feststellen muss, dass sie hintenrum noch ne Stunde mehr Arbeit machen...

  • Moin


    Was wir hier schreiben oder meinen ist nur ein kleiner Aspekt im Gesamtbild. Persönlich kann ich anmerken das ich meine absolut sauber eingerichtete Seite von Ende 2019 komplett entkernen musste damit die Migration überhaupt sauber durchlief... beim vierten Versuch... und selbst dann gab es noch Fehler im Backend.


    Apropos Backend, warum muss man eine funktionierende Benutzerführung ändern, die hinterher schlecht ausschaut und noch schlechter funktioniert? Wo sollen überhaupt die Vorteile eines Joomla 4 liegen? Warum kann man die 3er nicht einfach nur gut pflegen und mit z.B. Bootstrap 5 nachrüsten? Egal, sind nur meine persönlichen Meinungen zu dem Thema.


    Viel wichtiger ist, dass meinen Infos nach schon jetzt nicht wenige Benutzer bei den Hostern eintreffen die sich Ihre Seiten zerschossen haben. Ob nun wegen fehlender Kompatibilität irgendeiner Komponente, dem nicht umgestellten Update-Server seit der Migration von 2.5 auf 3 oder einfach nur wegen "Pech" ist denen herzlich egal. Die haben wieder einmal eine schlechte Erfahrung mit Joomla gemacht und geben das an ihre Kontakte weiter.


    Die meisten von denen wollen kein neues, total hippes und crazy Backend, die wollen einfach nur ein System mit denen sie ihre Seite erstellen und pflegen können. Manchmal kommt es mir so vor, als wenn Joomla-Entwickler das System nur als persönliche Therapie und Egotrip betrachten. Was die Benutzer wollen und was Sinn macht ist egal. Sollen die Anwender halt jedes Mal alles neu machen.


    Was wir hier "fachsimpeln" ist wie gesagt für die "Masse" relativ uninteressant, die stimmen wieder einmal zu unseren Ungunsten mit den Füßen ab. Also wundert Euch nicht, wenn es hier in Zukunft noch ruhiger wird.


    Gruß Jan

  • Wer Joomla nur oberflächlich anschaut, sieht halt nur ein verändertes Backend und ein neues Bootsrap.

    Interessant finde ich, dass es sonst immer hieß, dass das Joomlabackend (3.x) altbacken wäre, nicht barrierearm und mit anderen CMS nicht mithalten kann. Aber das nur am Rande


    So richtig ans Eingemachte geht es wenn, man sich dann auch mal mit den Webservices, dem Workflow, den neuen Mediamanager, einem neuen, schnellen, bereinigten Unterbau und den anderen Neureungen auseinandersetzt. Dann ist ein neues Backend einfach nur Nebensache.

    So erobert man nichts auf dem WordPress-dominierten Markt zurück!

    WP muss mit Wix, Jimdo u.ä. konkurrieren. Das ist nicht die Joomla Zielgruppe.

  • Apropos Backend, warum muss man eine funktionierende Benutzerführung ändern, die hinterher schlecht ausschaut und noch schlechter funktioniert? Wo sollen überhaupt die Vorteile eines Joomla 4 liegen? Warum kann man die 3er nicht einfach nur gut pflegen und mit z.B. Bootstrap 5 nachrüsten? Egal, sind nur meine persönlichen Meinungen zu dem Thema.


    Die Joomla 3.x wird doch gepflegt? Wer zwingt einen Nutzer aktuell zur Migration? Oder anders (und ein bisschen böse) gefragt: warum das Gejammer über eine freiwillig getroffene Entscheidung?


    Zum Thema Bootstrap 5: da widersprichst du dir imho selbst. Eine Umstellung auf Bootstrap 5 wäre mit erheblichen Anpassungen und potenziellen Inkompatibilitäten bei Dritt-Extensions verbunden und würde somit witzigerweise genau die Probleme provozieren, die Leute jetzt mit der Migration haben.


    Technische Komponenten aktualisieren oder alles beim Alten lassen. Den Kuchen behalten oder essen. Man muss sich entscheiden, denn beides zusammen geht nunmal nicht.
    Die einzige Frage ist, wie progressiv man technische Aktualisierungen voran treibt. Joomla bewegt sich hier im CMS-Umfeld im "Mittelfeld", was ich durchaus charmant finde.

  • Zitat

    Apropos Backend, warum muss man eine funktionierende Benutzerführung ändern, die hinterher schlecht ausschaut und noch schlechter funktioniert? Wo sollen überhaupt die Vorteile eines Joomla 4 liegen? Warum kann man die 3er nicht einfach nur gut pflegen und mit z.B. Bootstrap 5 nachrüsten? Egal, sind nur meine persönlichen Meinungen zu dem Thema.

    Pest: Der Unterschied liegt in der Barrierefreiheit - und ich weiss, was jetzt für ein Argument kommt :P


    Aber wer J4 nicht mag und die neuen Funktionen nicht braucht verwendet 3.10. Backup einspielen - fertig.

  • 3.x wird noch für zwei Jahre gepflegt - spätestens dann muss man umsteigen. Somit ist es keine ernsthafte freie Entscheidung für mich und andere. Ich habe mich nun mal um 2004 herum für Mambo entschieden und kämpfe mich seitdem durch diverse Updates und Migrationen.


    Meine Kunden interessieren sich nicht für solche Diskussionen, wie toll das jetzt alles ist und das man da durch muss. Meine Kunden sind genauso coronageschädigt, wie der Rest der Welt und haben kein Geld für umfangreiche Maßnahmen. Und nicht wenige Kunden von mir sind auch inzwischen von Joomla abgesprungen und machen ihre Seiten meist mit WordPress.

    WP macht ein paar Sachen einfach besser als Joomla. Obwohl unter der Haube WP deutlich weniger kann, sofern man nicht bloggen will. mMn.


    Ein Backend, das zwar barrierefrei ist - was ich wirklich gut finde! - aber ansonsten weder innovativ, noch übersichtlich ist und deutlich unaufgeräumter daher kommt, als das "altbackende" Backend von J3x, können dazu führen, dass weitere Menschen sich von Joomla verabschieden. Klar kann man sich selber weiterhin beweihräuchern, wie toll das alles ist. Tatsache ist, dass es - mal wieder - am Kunden vorbei entwickelt wurde.


    Wenn Bootstrap 5 zu solchen Problemen geführt hätte, möchte ich nicht wissen, was passiert, wenn Bootstrap 6 auf den Markt kommt. Die nächste Migration steht also vor der Tür und die wird dann wieder mies....

    Kein gutes Omen!


    Heute wollte ich in J3.10 einen ordinären Link im Menü setzen. Eine URL. Joomla hat sich geweigert diesen Link anzunehmen und das Speichern verweigert. Sowas finde ich, ganz ehrlich, eine Unverschämtheit! Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ernsthaft darüber nachgedacht WP zu installieren! Letztlich werde ich es nicht machen, weil schon zu viel Arbeit drin steckt. Und die URL hat dann zu einem ungeahnten Eiertanz geführt.


    Genauso wie die ach so hochgelobten Tags! Nein, die sind nicht ansatzweise ein Ersatz für Multikategorien. Es sollte möglich sein einen Beitrag in zwei Kategorieblogs zu veröffentlichen. Einen Blog für Tutorials zur J2.5 und den gleichen Beitrag, der immer noch gültig ist, im Blog zu J3x und vermutlich demnächst zu J4. Das geht nicht mit den Tags! Und auch das sind Gründe, weshalb ich seit Jahren schon darüber nachdenke mit meiner Tutorialsite zu WP umzuziehen. Oder auch sie ganz einzustellen. Aber als mittlerweile älteste deutschsprachige Tutorialsite zu Joomla fällt diese Entscheidung nicht so wirklich ins Gewicht...


    Technische Komponenten aktualisieren oder alles beim Alten lassen. Den Kuchen behalten oder essen. Man muss sich entscheiden, denn beides zusammen geht nunmal nicht.
    Die einzige Frage ist, wie progressiv man technische Aktualisierungen voran treibt. Joomla bewegt sich hier im CMS-Umfeld im "Mittelfeld", was ich durchaus charmant finde.

    Man muss nicht ein komplett neues Joomla aufsetzen, was mit dem alten nicht mehr zusammenläuft. Das geht in der Tat auch anders. WP macht uns das seit Jahren vor.


    Joomla soll nicht antreten, um den Markt von WP zu übernehmen. Es würde doch reichen, wenn man vielleicht ein paar wenige Prozente der User, die im Laufe der Zeit von Joomla zu WordPress gewechselt sind, zurückbekommen könnte...

    Mit dem, was Joomla aber da mal wieder gemacht hat, werden mehr von Joomla weggehen. So fürchte ich zumindest.

    Einige von euch leben davon und für die wird die Luft immer dünner. Ich selber bin mittlerweile fast ausschließlich im Schulungsbereich unterwegs. Seit Jahren werden die Joomlaschulungen weniger (im Businessbereich und bei Arbeitsamtsmaßnahmen). Mittlerweile sind es so wenige, dass es eine Schulung alle drei Jahre ist. Früher waren es mehrere pro Jahr. Und ich arbeite ausschließlich mit Bildungsanbietern zusammen. Der Markt für Joomla wird immer dünner. Ein sehr großer Fehler ist es mMn sich nun hinzustellen und was vom "Kuchen essen" zu erzählen. Wenn nicht endlich mal Kundenspezifisch entwickelt wird, dann dauert es nicht mehr lange, dass nur noch eine kleine verschworene Gemeinschaft Joomla nutzt, aber der Massenmarkt (egal welches Zielpublikums) einfach nicht mehr existiert. Und wenn das eintritt, wird es noch weniger Entwickler von und für Joomla geben. Dann wird Joomla verschwinden.


    Ich habe neulich das CMS-Garden Büchlein (oder wie genau das hieß) in den Händen gehalten. Ein Großteil der darin stehenden CMS gibt es nicht mehr oder sind mittlerweile so klein, dass sie kaum noch ernsthaft weiter entwickelt werden. Meiner Meinung nach ein Grund zukünftige Entwicklungen zu überdenken und vom hohen Ross des "ach, was haben wir schicke technische Sachen" herunterzukommen.


    Sei mir bitte nicht bös, wenn ich dich so anmache, Sniper Sister, ich schätze dich wirklich sehr, aber ich halte deinen Weg für falsch.



    Re:Later, du warst es nicht ;)

    Aber dein Einwand, dass hier im Forum was gegangen wäre für Nicht-Engländer, ist natürlich berechtigt und wo du es sagst, fällt mir auch vage ein, dass da mal was war, wo ich hingehen hätte können. Aber wie gesagt: bei einer Schulung alle drei Jahre und nur noch ganz wenige Kundenseiten, die unbedingt bei mir bleiben wollten, lohnt sich für mich der ganze Aufwand für Joomla nicht mehr. Und meine eigenen Seiten laufen seit Jahren mehr oder weniger sauber. Zwei neue Projekte kommen aber hinzu. Aber da kann ich mich dann wieder mal mit Seblod, meinem kleinen Liebling, austoben ;)

  • Moin


    Nehmt es mir nicht übel, aber die wenigsten haben Zeit sich jede Alpha, Beta oder sonst was anzusehen. Vor allem wenn sich sowieso ständig alles ändert und selbst diese kleinen Schnappschüsse wertlos sind. Neben dem Geschäft gebe ich noch einer überschaubaren Anzahl von Personen privaten und kostenlosen Joomla- und WP-Support. Da muss ich nichts auf auf dem Silbertablett servieren, da wird erst angefragt wenn man wirklich nicht weiter kommt und Google keine passenden Ergebnisse liefert. Den ganzen Corona-Wahnsinn mal weggelassen. Aber das ist hier nicht das Thema.


    Normalerweise wollte ich jetzt darüber schreiben das Joomla für Anwender nur ein Werkzeugkasten ist, dass es nicht als Selbstzweck dienen sollte. Wie viele Anwender bei jeder Migration abgesprungen sind, warum man offensichtlich nichts von anderen CMS gelernt hat usw.


    Aber wisst Ihr was? Ich habe da einfach keine Lust mehr drauf. Weder auf den Ärger der alle paar Jahre vor meiner Haustür steht und den ich jetzt auch noch Kunden erklären muss, noch mich irgendwo in Foren über Dinge zu streiten, die in absoluter Regelmäßigkeit wiederkommen. So wenig Lust, wie ich ihn noch auf öffentlichen Support in Foren verspüre. Es ist schlicht sinnlos investierte Zeit.


    Schaut Euch doch mal ganz ehrlich um, wir sind hier praktisch im letzten wirklich "großen" deutschsprachigen Forum (CH mal ausgenommen) und es ist nichts los!? Das was hier in der Woche eintrifft, gab es früher in guten Zeiten in nur einer Stunde im Joomlaportal. Die Leute sind weg und man verteidigt noch immer dass Vorgehen, mit jeder Migrationen maximal viele Anwender zu verprellen. Aber hey, dafür ist jetzt das Backend barrierefrei!


    Mit wehenden Fahnen in die Bedeutungslosigkeit...


    Gruß Jan

  • Schaut Euch doch mal ganz ehrlich um, wir sind hier praktisch im letzten wirklich "großen" deutschsprachigen Forum (CH mal ausgenommen) und es ist nichts los!? Das was hier in der Woche eintrifft, gab es früher in guten Zeiten in nur einer Stunde im Joomlaportal.

    Auf der anderen Seite gibt Joomla 3 schon ein paar Jährchen. Die meisten Probleme wurden schon gefühlte 1000x diskutiert und die Lösung immer und immer wieder erneut für jeden neuen oder auch älteren Joomla-User niedergeschrieben.
    Eine gezielte Suche im Forum führt meist schon zum Ziel. Es muss also nicht immer ein neues Thema erstellt werden.

    Des Weiteren stellen die Anbieter von Erweiterungen immer bessere Anleitungen zur Verfügung. Hinzu kommen die zahlreichen Videos im Web, die oft schneller zum Ziel führen als wenn man sich durch viele Webseiten suchen muss.

    Es ist in meinen Augen also ein ganz normaler Vorgang, dass nach ein paar Jahren nicht mehr so viel los ist.


    Nun wurde Joomla 4 veröffentlicht und die Anzahl der Beiträge ist schon deutlich gestiegen. Hauptschwerpunkt wahrscheinlich misslungene Upgrades. Lieber wäre mir, gelungene Upgrades und weniger los.


    Bzgl. des Upgrades:
    Vielleicht müsste man noch deutlicher vor den "Gefahren" des Upgrades warnen und auf die Möglichkeit hinweisen, dass man Joomla 3.10 noch eine Weile ohne Probleme nutzen kann. Wenn die Template-/Framework-Anbieter die Kompatibilität zu J4 hergestellt haben, wird es deutlich einfacher.

    Viele User klicken den Aktualisierungsbutton an, sind einfach zu faul, sich da mal vorher was durchzulesen oder auf Kompatibilität zu überprüfen. Oftmals existiert noch nicht mal ein aktuelles Backup. Und dann denken sie, dass man das mal so eben auf die Schnelle lösen kann.

  • Joomla soll nicht antreten, um den Markt von WP zu übernehmen. Es würde doch reichen, wenn man vielleicht ein paar wenige Prozente der User, die im Laufe der Zeit von Joomla zu WordPress gewechselt sind, zurückbekommen könnte...

    Mit dem, was Joomla aber da mal wieder gemacht hat, werden mehr von Joomla weggehen. So fürchte ich zumindest.

    und genau das ist das Thema, Joomla hat einfach den Anschlusszug verpasst. Die einmal weg sind von Joomla und zu WP gewechselt haben, werden niemals wieder zu Joomla wechseln!

    Traurig aber wahr!

    Es sind immer wieder die leeren Versprechungen und dann kommt nichts!

    ich bin froh, das ich z.G. nur noch ein paar Joomlainstallationen betreuen muß, denn bei WP gibt es dieses unkoordinierte Verhalten nicht, da läuft es super und du mußt dich nicht über Drittanwendungen durchhangeln, damit du die Seite am Leben hälst!

    Ich komme auch noch aus der Zeit von Mambo und habe lange dieses Spiel mitgespielt, aber.....Benutzerfreundlich geht halt anders!

    mfG
    LSG



    „Es gibt keine dummen Fragen. Nur dumme Antworten. Allerdings – gibt es Fragen, die eindeutig die Dummheit des Fragestellers selbst beweisen.“

  • Und die neue Version hat viele "hidden secrets" wie Brian Teeman das nennt, die erst mal entdeckt werden wollen.
    Die Quickicons auf dem Dashboard zum Beispiel könnten dir auch einen Button für den direkten Zugang zum Template erzeugen, wenn dir das wichtig ist.

    Vielleicht könnten diese "hidden secrets" eine Anregung für den JoomlaDay sein.

  • Eine gezielte Suche im Forum führt meist schon zum Ziel. Es muss also nicht immer ein neues Thema erstellt werden.

    Des Weiteren stellen die Anbieter von Erweiterungen immer bessere Anleitungen zur Verfügung. Hinzu kommen die zahlreichen Videos im Web, die oft schneller zum Ziel führen als wenn man sich durch viele Webseiten suchen muss.

    Komm, wir kennen beide die Realität. Die Leute haben damals nicht die Suchfunktion verwendet und tun es heute auch nicht. Das kaum noch geschrieben wird liegt daran, dass keiner mehr kommt der Fragen stellen könnte. Die wenigen Foren die es noch gibt (inklusive Facebook) teilen praktisch die selben Supporter. Alles bekannte Namen die schon Ewigkeiten mit Mambo / Joomla unterwegs sind.


    Frag einfach mal einen Hoster, die Installationen und Fragen zu Joomla nehmen von Jahr zu Jahr ab. Die Leute kündigen eher ihre Pakete statt die Migrationen zu machen. Die haben die harten Zahlen, kein Marketing-Geschwurbel oder gegenseitige Beweihräucherung. Ein paar wechseln zu WP oder anderen Systemen und sind dann weg, wahrscheinlich auf ewig. Warum sollten die auch zurück wenn die "Migrationen" plötzlich entspannt per Mausklick funktionieren? So entspannt, dass die Anwender nicht mal merken das es überhaupt ein Wechsel in der Hauptversion ist, wäre da nicht der Hinweis mit dem "Herzlich Willkommen, dass ist neu" im Backend.


    Und dann stellen wir uns hier ernsthaft hin und sagen: "Ist halt so, dafür gibt es tolle Hidden Secrets die ihr entdecken könnt".


    Sei einfach mal fünf Minuten ehrlich zu Dir und schau Dich um wie viele geile Leute von damals verschwunden sind. Supporter mit tausenden von wirklich hilfreichen Antworten die das Projekt auf diese Weise unterstützt haben. Positive Artikel in der Fachpresse oder Howtos als Beilagen - alles weg. Mit jeder Migration wurde das Interesse und die Nutzerbasis geringer. Aber was rede ich hier, hatten wir alles schon immer und immer wieder.

  • Ich sehe es nicht ganz so, die Nutzer gehen nicht (nur) weg, weil ein Update nicht klappt oder die Migration schwierig wird. Ich sehe hier und in Facebook so viele "Joomla Profis", die gerade nur am Schimpfen sind, statt sich mit dem System vetraut zu machen. Man soll den Kunden die Angst nehmen, nicht noch mehr Angst schürren. Wenn der Dienstleister nicht vom Produkt überzeugt ist, kann er keinen Nutzer halten.


    Und wegen dem ganzen Geschimpfe vergeht den Ehrenamtlichen, die Joomla machen, einfach die Lust. Wie viele tolle Leute haben wir in den letzten Jahren im Projekt verloren, weil es nur verlangt wird, aber keine Unterstützung gibt?

    Wenn ich jetzt Posts wie diese hier "sehr enttäuscht von Joomla 4" und ähnliche Kommentare in Facebook und Twitter lese, dann frage ich mich, warum ich so viel Zeit in das Projekt investiere... aber ich mache es nicht (nur) für die anderen, sondern weil ich Joomla toll finde, weil ich es nutze und weiß, dass ich tolle Seiten für meine Kunden erstellen kann. Neue Projekte, die keine große Erweiterungen benötigen, werde ich gleich mit Joomla 4 machen. Für meine Bestandskunden werde ich mir einen Zeitplan zurecht legen, wir haben noch 2 Jahre Zeit um Erweiterungen und Templates anzupassen.


    Und ehrlich, es ist alles Gewöhnungssache. Ich beschäftige mich mit Joomla 4 seit mehr als einem Jahr und jetzt suche ich in Joomla 3 wo die Sachen sind, weil ich mich an der Joomla 4 Oberfläche so gewöhnt habe. Aber ist es leichter sich Joomla 4 fünf Minuten anzuschauen und gleich verwerfen, weil es anders aussieht...

  • Joomla 4 hat Features und Möglichkeiten, von denen WP mit seinem angegrauten Code nur träumen kann. Auf der anderen Seite benötigt die neuen Features kaum jemand meiner Klientel. Hat halt alles 2 Seiten.


    Bevor ich WP als Empfehlung ins Auge fasse, empfehle ich lieber Wix und Dingsbumsens und bin damit selber raus aus dem Geschäft ;-)


    Und wer mir erzählen will, dass die WP-Verwaltung irgendwie intuitiver, ansehnlicher, ausbaufähiger, sonstwas sei als die von J!4, hat sich halt einfach an das WP-Backend gewöhnt.


    Probleme habe ich generell, wenn Dienstleister andere und Produkte dissen und meckern, die sich in JAHREN nicht daran beteiligt haben, Gedanken, Versprechen und Ideen zu realisieren, diskutieren, umzubiegen etc., aber damit Geld verdienen und jede Weiterbildung verweigern. Manche Enttäusching verstehe ich, andere basiert aber nur auf einer Installation von Joomla 4, mal kurz reinschauen und losmaulen.


    Ist jetzt halt einfach mal so wie es ist und auch diesmal wird es uneigennützige Idioten geben, die kostenlose Lösungen für dies oder das anbieten werden mit denen andere Kohle generieren. ES SIND NOCH 2 JAHRE ZEIT!

  • Ich tue mich relativ schwer die Haltung nachzuvollziehen. Auf der einen Seite mit Schulungen etc. Gelf zu verdienen und auf der anderen Seite dann kurz nach dem Release aus allen Wolken zu fallen und die große Enttäuschung zu erfahren, weil ein Multi-Kategorien-System nicht vorhanden ist.


    Ich will gar nicht bestreiten, dass Joomla! in der Vergangenheit sehr sehr sehr viel falsch gemacht hat in seiner Kommunikation, im Entwicklungsprozess und in der Einbindung von der Community und es weiterhin tut, aber (und hier das sehr große "ABER"), seit ca. 2018 sehe ich eine klare Kehrtwendung hier. Es haben sich viele Leute eingefunden, denen Joomla! wirklich am Herzen liegt und es wurden viele Probleme angefasst. Leider kann man in dieser relativ kurzen Zeitspanne neben der Entwicklung von einem neuen Hauptrelease nicht jahrelange Versäumnisse wieder glatt ziehen. Das braucht auch seine Zeit.


    Was mich dann persönlich sehr frustiert ist dann diese Arroganz und Unverschämtheit, dass zwei Tage nach dem Release solche Posts auftauchen die den Entwicklern, Supportern etc. unterstellen, dass sie Joomla! nur aus Geltungssucht an die Wand fahren. Besonders ärgerlich, da dies von (wie ich einschätzen würde) erfahrenen Supportern geschieht, die mit den Jahren hoffentlich ein bisschen mehr Wissen angesammelt haben als nur Klicki-Bunti und, wie ich dachte, differenzieren können zwischen Joomla! Core und 3rd Party-Entwicklern.


    Ich weiß nicht wer das "Versprechen" mit dem Update abgegeben hat, vielleicht war es sogar ich, aber ich kann nur sagen, wenn die Servervoraussetzungen stimmen kann der Joomla! Core tatsächlich ohne Probleme aktualisiert werden. Fehlende Joomla! 4 Unterstützung seitens 3rd-Entwickler nun Joomla! core vorzuwerfen ist lächerlich, insbesonders da bei einer sauberen "best practice" Programmierung es wenig Aufwand ist seine Erweiterung zumindest Joomla! 4 ready zu haben (das "schlimmste" dürfte tatsächlich das Bootstrap 4 Backend sein, aber nach ca. 10 Jahren ist das meiner Meinung nach akzeptabel).


    Hier stellt sich für mich auch die Frage, wann denn sollte man auf neue Technologien setzen? Ich meine, Joomla! 3 ist ehrlich gesagt entwicklungstechnisch ziemlich am Ende. Alles was dafür kommen würde ist doch nur noch reingefriemelt und nicht wirklich zukunftsfähig.


    Mit Joomla! 4 wurde, zugegeben, jetzt nicht die offensichtliche Innovation im Internet erschaffen, aber es wurde so viel unter der Haube geschraubt, dass man plötzlich wieder zukunftsfähig und flexibel sein kann. Out-of-the-box Barrierefreiheit, SEO Optimiert, schnell (Lighthous gibt glaub eine 98+ Wertung) und vieles mehr ohne irgendetwas installieren zu müssen. Ich weiß nicht was ihr für Kunden habt, aber in meinem Kundenkreis kommt das sehr gut an und gleichzeitig eröffnet mich dadurch plötzlich auch ein komplett neuer Kundenkreis, den ich bedienen kann ohne selbst viel Aufwand betreiben zu müssen.


    Vielleicht ist der größte Unterschied von unserer Vorgehensweise, dass ich die letzten 3 Jahre nicht eierschaukelnd dagesessen bin und fremde Menschen das Herzstück meines Business (die Software) überlassen habe sondern aktiv daran beteiligt war. Weil das ist tatsächlich die Magic von Joomla!: jeder ist hier seines Glückes Schmied.


    Abgesehen von den oben erwähnten direkten Verbesserungen finde ich persönlich die potenziellen Möglichkeiten von Joomla! 4 sehr spannend. Durch die große Aufräumaktion sind plötzlich viele Möglichkeiten in der Zukunft möglich, die mit 3 nur sehr schwer oder gar nicht umsetzbar waren.

    Sei es eine Multidomain-Fähigkeit (plötzlich wird Joomla! wieder für große Firmen interessant mit mehreren Deparments) aus dem Core heraus, automatische Updates (die den zukünftigen Update-Prozess noch weiter vereinfachen werden), der Medienmanager bietet Unmengen an potenzial durch dessen Pluginfunktion (gerade arbeiten mehrere Entwickler an der Editierbarkeit von PDFs in Joomla!, was sich später hoffentlich auf Video/Audio/was auch immer ausweiten wird) und den Workflow: Benutzerberechtigungen je nach Status des Titels, automatische Verwaltung über Cronjobs (habe ich erwähnt, dass es da auch ein GSoC Projekt gibt?) von Artikel, stukturiertes Arbeiten (auch für kleine Einzelseiten, wie schnell vergisst man bei bloggen einen Schritt...beim Workflow nun nicht mehr) und so vieles mehr.


    Um diese Möglichkeiten in den kommenden Versionen zu haben musste sehr viel Zeit investiert werden um die Grundlagen zu schaffen, aber um das Potenzial auch auszunutzen muss sich definitiv das Mindset ändern, nicht: "Was kann Joomla! für mich machen?" sondern "Was kann ich für Joomla! machen?". Mich schaudert es immer, wenn ich von "die" oder "denen" lese (was ich in diesem Post mit Absicht auch gemacht habe). Mittlerweile ist die Joomla!-Entwicklung wieder so offen, dass jeder sich in irgendeiner Form beteiligen kann. Es gibt kein "die" es gibt hier nur ein "uns". Um die Fehler der Vergangenheit ausgeräumt zu bekommen braucht es, wie oben erwähnt, sicher noch ein bisschen Zeit, aber es gibt bedeutend mehr Leute die sich gegen den negativen Trend versuchen zu stemmen, vielleicht nicht genug, vielleicht reicht es aus....es wird aber definitiv einfacher wenn sich weitere Leute anschließen.


    Natürlich werde ich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Kundenseiten auf Joomla! 4.0 migrieren, da wie oben erwähnt Joomla! 3 noch (mindestens) zwei Jahre läuft und das ganze mit Bedacht angegangen werden sollte (siehe 3rd-Party-Entwickler-Erweiterungen die verfügbar sein müssen) aber wir starten schon mit der Planung, weil oft auch nach der langen Zeit mit Joomla! 3 eh ein Relaunch ansteht. Meine Kunden zumindest freuen sich sehr auf Joomla! 4, weil ich ihnen die Angst nehme nicht schüre und die Vorteile so dermaßen überwiegen, dass der Kunde auf lange Sicht Zeit und Geld spart (und darum gehts doch).